Ein bezahlter Kanal oder Partnerkanal funktioniert, wenn Zielgruppe, Angebot und messbarer nächster Schritt zusammenpassen. Prüfe die Entscheidung aus „LinkedIn-Anzeigen: Eine Einführung“ anhand aktueller Bedingungen und eigener Messdaten. Die Plattform bestimmt das Format; Traffic-Qualität und Conversion zeigen den wirtschaftlichen Nutzen.
LinkedIn-Anzeigen richten sich vor allem an berufliche Zielgruppen und können nach Merkmalen wie Funktion, Branche oder Unternehmen segmentiert werden. Erfolg hängt von Angebot, Zielgruppe, Format, Messung und Wirtschaftlichkeit ab. Funktionen und Bezeichnungen haben sich seit 2020 verändert.
Deine Zielgruppe identifizieren
Der erste Vorschlag gilt eigentlich ganz selbstverständlich für jede Marketingkampagne. Ohne ein definiertes Zielpublikum loszulegen, gleicht in etwa dem Aufstellen einer tollen Plakatwand mitten im Wald – beides bedeutet nämlich große Mühe ohne Lohn. Auf welche Metriken solltest Du beim Bestimmen der für Dich wichtigsten Zielgruppe achten? Da wären zum Beispiel:
- Branche
- Unternehmensgröße
- Standort bzw. Unternehmenssitz
- Konkreter Beruf (Berufsbezeichnung)
- Geschlecht
- Alter
Schon die richtige Einschätzung dieser wenigen Faktoren erlaubt Dir die Adressierung einer bestimmten Nische statt der sehr vagen Allgemeinheit.
Dein Kampagnenziel bestimmen
LinkedIn macht es Dir ziemlich leicht, eine durchdachte Werbekampagne aufzusetzen. Sobald Du Deinen Werbeaccount anklickst und den Kampagnenmanager startest, werden Dir mehrere Kampagnenziele angeboten. Zum Beispiel diese:
- Mehr Engagement mit Deinem Content erzielen
- Mehr Views für Deine Medien generieren (eine gewisse Anzahl Zuschauer sollen ein bestimmtes Video zu sehen bekommen)
- Qualifizierte Leads gewinnen
- Mehr Besucher auf Deine Website leiten
Zu jedem der verschiedenen Kampagnenziele bietet Dir LinkedIn auf Ergebnisse hin optimierte Vorschläge und Optionen zur Auswahl an, die Dir viel Zeit sparen.
Ein für Deine Kampagne passendes Anzeigenformat bestimmen
Das Gute an LinkedIn ist, dass von Dir hier – anders als auf manchen anderen Websites und Plattformen (WordPress zum Beispiel) – keinerlei HTML-Kenntnisse erwartet werden. Das System von LinkedIn bietet Dir je nach Kampagnenziel acht verschiedene Anzeigenformate an:
- Reine Textwerbung
- Im Newsfeed erscheinende “Single Image“-Anzeigen mit Text und einem Bild
- Im Newsfeed erscheinende “Carousel“-Anzeigen für 2 oder mehr Bilder mit Text
- Werbevideos
- “Follower“-Anzeigen, die die LinkedIn-Mitglieder direkt auf Dein LinkedIn-Firmenprofil führen (diese Art der Anzeige erscheint nur bei Nutzung der LinkedIn-Desktopseite)
- Spotlight-Anzeigen
- Stellenanzeigen
- Werbemitteilungen, die über das LinkedIn-Postfach an die LinkedIn-Mitglieder versendet werden
Sobald Du Dich für ein Anzeigenformat entschieden hast, analysiert LinkedIn Deine Parameter (zum Beispiel Dein Budget und die angestrebte Zielgruppe), um die für Dich beste Methode zu bestimmen. Und falls Dein Werbebudget eher knapp ist, ist es durchaus empfehlenswert, sich am Anfang für ein einfacheres Anzeigenformat – also beispielsweise schlichte Textwerbung – zu entscheiden, bevor Du komplexere Optionen ausprobierst.
Reichweite aufbauen: Das LinkedIn Audience Network aktivieren
Der nächste Tipp ist ziemlich entscheidend, wirkt er sich doch unmittelbar auf die Anzahl der Nutzer aus, die Deine Werbung zu Gesicht bekommen. Denke daran, das LinkedIn Audience Network zu aktivieren. Diese Reichweitenoption beinhaltet diverse Partnersites von LinkedIn. Hier kannst Du Deine Wahl zudem optional noch feiner gestalten, indem Du bestimmte Kategorien, Websites oder Apps ausschließt. Kleiner Hinweis: Das LinkedIn Audience Network ist nicht für alle Anzeigenformate verfügbar. Das zeigt Dir der Kampagnenmanager aber alles an.
Den Erfolg Deiner Kampagne messen: Conversion-Tracking
Und hier kommt der letzte Tipp, der bei jeder Werbekampagne sehr nützlich ist. Der Kampagnenmanager von LinkedIn erlaubt Dir nämlich, die Conversions zu verfolgen. Damit kannst Du ganz bequem nachvollziehen, welche Kampagnen viel Interesse generieren konnten und welche noch Anpassungen benötigen. Dazu klickst Du einfach unter „Conversion-Tracking (optional)“ auf die Schaltfläche „Neue Conversion erstellen“, was ein zusätzliches Formular in einem Popup-Fenster öffnet. Hier kannst Du dann die Conversion benennen und die Einstellungen dazu auswählen. Auf der rechten Seite des Formulars werden Dir außerdem hilfreiche Infos angezeigt, die Dich Schritt für Schritt durch den ganzen Prozess hindurch leiten.
Und das waren sie – einige der effektivsten Tipps und Ratschläge für Dich, wenn Du Dir die Werbeoptionen von LinkedIn zunutze machen möchtest. Ob Du gerade neu bist auf dieser Plattform oder seit Jahren ein aktiver User: Tatsache ist, dass Sichtbarkeit im beruflichen Kontext ein kritischer Erfolgsfaktor ist, wenn Du Dein Projekt so richtig ankurbeln oder Deine persönliche Brand auf das nächste Level bringen willst.
Mit Wirtschaftlichkeit und einem sauberen Test beginnen
Definiere die gewünschte Handlung, zulässige Akquisitionskosten und ein verlässliches Conversion-Ereignis. Prüfe aktuelle Formate und Targeting-Optionen im Campaign Manager, da sich das Angebot seit 2020 verändert hat. Teste jeweils eine Variable und bewerte Leadqualität, Pipeline und Umsatz.
Kanäle nach denselben Kriterien vergleichen
Halte für jeden Kanal Zielgruppe, erwartete Aktion und akzeptable Kosten fest. Nutze dieselbe Conversion-Definition und denselben Messzeitraum. Prüfe außerdem Bedingungen, Attribution und die Abhängigkeit von der Plattform, bevor du das Budget erhöhst.













