Strukturierte Daten beschreiben Seiteninhalte in einem festen, maschinenlesbaren Format. Sie helfen Suchmaschinen bei der Interpretation und können bestimmte Rich Results ermöglichen. Sie garantieren jedoch weder eine erweiterte Darstellung noch bessere Rankings.
Beginne mit dem Seitentyp, prüfe vorhandenes Markup und verwende korrekte Angaben aus dem sichtbaren Inhalt. Teste die veröffentlichte Ausgabe, bevor Du die Lösung auf viele Seiten überträgst. Entscheidend ist eine verlässliche Beschreibung, nicht die größtmögliche Zahl ausgefüllter Eigenschaften.
Was sind strukturierte Daten?
Strukturierte Daten verwenden ein gemeinsames Vokabular, um Informationen zu kennzeichnen. Eine Seite kann beispielsweise einen Artikel, ein Produkt oder eine Organisation mit passenden Eigenschaften beschreiben. Schema.org stellt ein verbreitetes Vokabular bereit; Google Search Central dokumentiert die Anforderungen unterstützter Google-Suchfunktionen.
Diese Ebenen sind nicht gleichzusetzen. Ein gültiger Typ kann Informationen sinnvoll beschreiben, ohne eine bestimmte Darstellung bei Google auszulösen. Prüfe daher die Anleitung zur gewünschten Suchfunktion, statt von jeder gültigen Auszeichnung automatisch ein Rich Result zu erwarten.
Warum strukturierte Daten hinzufügen?
Markup macht Beziehungen ausdrücklicher. Ein Leser erkennt möglicherweise aus dem Zusammenhang, welche Telefonnummer zum Hauptbüro und welche zu einer Zweigstelle gehört. Strukturierte Daten können die betreffende Organisation und ihre Eigenschaften für auswertende Systeme genauer beschreiben.
Das bedeutet nicht, dass Suchmaschinen gewöhnlichen Text grundsätzlich nicht verstehen. Du ergänzt eine strukturierte Beschreibung. Unterstützte Angaben können bei erweiterten Suchdarstellungen berücksichtigt werden, sofern die technischen und qualitativen Anforderungen erfüllt sind.
Für ein Unternehmen mit unterschiedlichen Seitentemplates kann die Umsetzung zunächst Aufwand bedeuten. Beginne mit einer repräsentativen Seite und ermittle die Herkunft der Angaben. Fehlerhafte Werte auf vielen Seiten gleichzeitig auszugeben schafft vor allem ein Wartungsproblem.
Passenden Typ und verlässliche Angaben auswählen
Beschreibe den tatsächlichen Inhalt. Ein Ratgeber sollte nicht als unpassendes Produkt ausgezeichnet werden, nur um eine andere Suchfunktion anzustreben. Die Angaben im Markup müssen zum Inhalt passen, den Besucher auf der Seite sehen können.
Erstelle eine kleine Zuordnung von Eigenschaft, Quellfeld und zuständiger Person. Bei einem Artikel kann das beispielsweise die Herkunft von Überschrift und Autorenangabe sein. Erfinde fehlende Werte nicht, um einen Test ohne Fehlermeldung abzuschließen.
Unterscheide erforderliche und empfohlene Eigenschaften in der Dokumentation. Eine Empfehlung hat nicht denselben Status wie eine Voraussetzung. Kann eine erforderliche Angabe nicht korrekt geliefert werden, muss geprüft werden, ob Seite und gewünschte Funktion überhaupt zusammenpassen.
So fügst Du strukturierte Daten hinzu
Google unterstützt JSON-LD, Microdata und RDFa. Die Dokumentation empfiehlt grundsätzlich JSON-LD, wenn die Websitekonfiguration dies erlaubt. Entscheide Dich für eine Methode, die Dein Team zuverlässig umsetzen und pflegen kann.
JSON-LD enthält die strukturierte Beschreibung in einem Scriptblock, statt jede Eigenschaft direkt an sichtbare HTML-Elemente zu hängen. In einem Content-Management-System können Theme oder Plugin diese Ausgabe bereits aus vorhandenen Feldern erzeugen. Prüfe das vor der Installation eines weiteren Werkzeugs.
Gib bei einer technischen Umsetzung die Feldzuordnung und mehrere Beispielseiten weiter. Berücksichtige Ausnahmen wie fehlende Bilder oder nicht hinterlegte Autoren. Ein Template sollte solche Lücken nicht unbemerkt durch erfundene Standardwerte ersetzen.
itemscope, itemtype und itemprop
Diese Attribute gehören zu Microdata. Vereinfacht definiert itemscope ein Element, itemtype dessen Typ und itemprop eine Eigenschaft. Die Begriffe sind nützlich zu kennen, machen Microdata aber nicht automatisch zur einfachsten Lösung für jeden Websitebetreiber.
Füge manuelles Markup nicht hinzu, ohne die vorhandene Plugin-Ausgabe zu prüfen. Mehrere Entitäten können sachlich richtig sein. Widersprüchliche Beschreibungen derselben Sache erschweren dagegen die Fehlersuche und sollten bereinigt werden.
Die veröffentlichte Ausgabe validieren
Mit Googles Test für Rich-Suchergebnisse kannst Du die unterstützten Funktionen untersuchen. Bewerte Fehler und Warnungen im jeweiligen Zusammenhang. Ein erfolgreicher Test garantiert keine Anzeige; für andere Vokabulartypen kann eine zusätzliche Validierung erforderlich sein.
Prüfe die tatsächlich ausgelieferte Seite und nicht ausschließlich die im Editor gespeicherten Felder. Cache, Templates und Darstellung können die Ausgabe beeinflussen. Teste sowohl eine normale Seite als auch ein Beispiel mit fehlenden optionalen Angaben.
Halte die getestete Adresse, die erwartete Entität und offene Fragen fest. Dadurch kann eine andere Person später erkennen, ob eine Meldung neu ist oder bereits untersucht wurde. Dieser kurze Nachweis erleichtert die Zusammenarbeit zwischen Redaktion und Technik.
Nach Inhaltsänderungen erneut kontrollieren
Wiederhole die Prüfung nach Änderungen an Theme, Plugins oder Inhaltsvorlagen. Aktualisiere strukturierte Angaben auch dann, wenn sich die zugrunde liegenden Fakten ändern. Eine sichtbare Korrektur reicht nicht, falls ein separates Datenfeld weiterhin den alten Wert ausgibt.
Beobachte passende Search-Console-Berichte, soweit sie verfügbar sind, und untersuche betroffene Beispiele. Eine Meldung auf einer einzelnen Seite muss nicht bedeuten, dass alle Vorlagen fehlerhaft sind. Eingegrenzte Probleme lassen sich gezielter beheben als pauschale Vermutungen über die gesamte Website.
Bestimme, wer laufende Änderungen koordiniert. Ohne klare Zuständigkeit kann die Redaktion annehmen, die Technik pflege die Werte, während die Technik von automatischen Aktualisierungen ausgeht. Eine gemeinsame Feldübersicht verhindert solche Missverständnisse.
Bewerte Suchergebnisse über einen geeigneten Zeitraum und berücksichtige andere Änderungen. Verlässliches Markup unterstützt das Verständnis, ersetzt aber weder hilfreiche Inhalte noch eine zugängliche Seite. Kontrolliere deshalb auch, ob die beschriebenen Informationen für Besucher tatsächlich auffindbar und verständlich bleiben.
Bewahre vor größeren Anpassungen die bisherige Konfiguration auf. So kannst Du bei einer fehlerhaften Vorlage nachvollziehen, was geändert wurde, und eine gezielte Korrektur vorbereiten, statt mehrere Einstellungen gleichzeitig auf Verdacht zu verändern.














